Stephanie Reissmüller
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E-Mail: stephanie.reissmueller@tu-cottbus.de
12 | 04 | 2010 - 13 | 04 | 2010
BTU Cottbus
Seit zwei Jahren erarbeitet die Nachwuchsforschergruppe "lnnoStructure" an der BTU Cottbus Grundlagen für die Weiterverarbeitung von strukturierten Blechen. Mit deren Umsetzung und Weiterentwicklung zu innovativen Produkten bietet sich für Unternehmen die Chance, ihre vorhandenen Kompetenzen auf attraktive und neue Technologie- und Produktfelder mit strukturierten Blechen zu erweitern. Der Informationsaustausch mit den projektbegleitenden Industrieunternehmen zeigte frühzeitig, dass es für eine wirtschaftliche Produktgestaltung noch weiterer forschungsintensiver Untersuchungen im Designbereich unter Berücksichtigung der Fertigung und Anwendung bedarf.
Diese Lücke soll mit einer neuen Graduiertenklasse "DESTRUKT" in Zusammenarbeit mit der Nachwuchsforschergruppe innerhalb des Schwerpunktes "Leichtbau mit strukturierten Halbzeugen" geschlossen werden. Mit der Nachwuchsforschergruppe und der Graduiertenklasse eröffnen sich neue Wege der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zur Stärkung der regionalen Unternehmen.
Das öffentliche Statusseminar möchten wir dazu nutzen, Ihnen den Projektfortschritt und die Ergebnisse der Nachwuchsforscher vorzustellen. Es bietet die Möglichkeit, sich einen Überblick über die laufenden Arbeiten zu verschaffen und mit der Gruppe über Möglichkeiten der Kooperation zu diskutieren.
Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr die Einweihung des neuen Laserbearbeitungszentrums. Die Großanlage ist ein im Bereich der universitären Forschung einzigartiges dynamisches System für das Laserstrahlschweißen und -schneiden. Das Herz des Zentrums bildet ein 15 kW Hochleistungsfaserlaser, der durch zwei miteinander gekoppelte mehrachsige Handhabungssysteme einen großen Arbeitsraum für komplexe Bauteile bedient und industrielle Anwendungen erlaubt. Neben dem konventionellen Laserstrahlschweißen und -schneiden ist der Laserstrahl in der Lage, mit der Zoomoptik noch aus einer Entfernung bis 1000 mm die "unzugänglichsten" Stellen der zu schweißenden Konstruktion zu erreichen. Seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten erweitert das integrierte 3D-Scansystem zum hochwirtschaftlichen Schweißen von räumlich ausgedehnten Konturen.