[direkt zum Seiteninhalt (Navigation überspringen)]
Suche

Newsletter abonnieren

Newsletter Anmeldung

Bitte füllen Sie die mit * markierten Felder aus!

Wissen verbindet

Beteiligte Institutionen

Technologietransferstelle:

Regionale Transferstelle Prignitz
Telefon: 03877 / 984 112
Laborstraße 1
19322 Wittenberge

Schülerlabor

Schülerlabor

Fachkräftemangel – schon heute fehlen in der Bundesrepublik gut ausgebildete Nachwuchskräfte in vielen Berufen, vor allem im Bereich der Naturwissenschaften. Die Prognosen sind nicht vielversprechend. Und auch in der Region Brandenburg wird dieser Mangel an Fachkräften vorausgesagt. Um ihm aktiv zu begegnen, wurde von der Regionalen Transferstelle Prignitz in Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus ein „Chemielabor“ für Jugendliche initiiert und aufgebaut.

Im Schülerlabor bearbeiten Schülerinnen und Schüler der 10., 11. und 12. Klassen außerhalb ihrer Schulzeit und unter fachlicher Betreuung im Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz Aufgabenstellungen regionaler Unternehmen. Sie bauen auf diese Weise ihr Wissen und ihre fachlichen Kompetenzen aus, zum Beispiel in einem Wasseranalytik-Grundkurs. Beteiligt ist das Marie-Curie-Gymnasium, mit dem es eine Kooperationsvereinbarung gibt. Aber auch andere Schulen zeigen Interesse.

Die Vernetzung von Schule, Wirtschaft und Wissenschaft hat zum einen das Ziel, Interesse für ein Studium in Chemie und Verfahrenstechnik zu wecken und gleichzeitig den regionalen Bezug zur Wirtschaft herzustellen. Perspektivisch ist für die Wirtschaft die Fachkräftegewinnung für die Region von hohem Interesse. Frühzeitige Kontakte zwischen zukünftigen Fachkräften und den regionalen Unternehmen stehen hierbei im Vordergrund. 

Inzwischen haben seit 2006 etwa 40 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit zur Qualifizierung genutzt. Die Unternehmen geben die Aufgabenstellung vor. Die Vorstellungen und Interessen der Schüler fließen in das Thema mit ein. Zum Beispiel die Untersuchung der vollständigen Verwendungsmöglichkeit für die Rapspflanze. Das Schülerteam untersuchte zunächst die energetische Verwendungsmöglichkeit des Rapskuchens (Reststoff der Biodieselproduktion) und entwickelte letztendlich ein neues Produkt: die Seife Rapso Peel, die aufgrund der enthaltenen kleinen Rapspartikel einen leichten Peelingeffekt hat.

Und das dies nicht nur zu in der Ferne liegenden Erfolgen führt, sondern auch umgehend „belohnt“ wird, zeigen die bemerkenswerten Ergebnisse der Schülerarbeiten: Die Jugendlichen haben im Bundeswettbewerb Jugend forscht den Sonderpreis des Bundespatentamtes erhalten sowie beim Siemens Award den Sonderpreis, der mit einem Preisgeld von 12.000 Euro verbunden ist – ausgezahlt bei Aufnahme eines Studiums.