Hochschule Lausitz (FH)
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Der Verbund ist beeindruckend: Sieben Unternehmen aus der Region, Berlin und Sachsen sowie die Bereiche Mikrobiologie, Zellbiologie, Mikrosystemtechnik und Informatik der Hochschule Lausitz (FH), ebenso dabei die TU Dresden und die Universität Leipzig. Der Zusammenschluss trägt den Namen BioResponse. Und alle wollen nicht mehr und nicht weniger, als mit der Entwicklung und Vermarktung eines diagnostischen Komplettsystems die Multiparameterimmundiagnostik zu revolutionieren.
Tatkräftige Unterstützung fand der Verbund bei der Transferstelle an der Hochschule Lausitz (FH). Sie half bei der Öffentlichkeitsarbeit und organisierte Messepräsentationen und Netzwerktreffen. Last but not least hat sie auch die Koordinierung der Projektabwicklung übernommen und war bei der Suche nach weiteren Fördermöglichkeiten behilflich.
Im Zentrum der Entwicklung des Verbundes steht der „Lipten-Chip“, eine neue Plattformtechnologie, die es möglich macht, in einer Patientenprobe mehrere immunologische Parameter zu bestimmen. Basierend darauf werden Reaktionsumgebungen für Antikörper- und Antigennachweise sowie für zellbasierte Nachweise entwickelt. Diese Reaktionsumgebungen bestimmen, wie die Testverfahren und Anwendungen für die medizinische Diagnostik aussehen müssen.
Vorerst arbeitet der Verbund an neuen Verfahren in den Bereichen Autoimmundiagnostik, Infektiologie und Tumordiagnostik. In der Entwicklung befinden sich ein Rheuma-Chip, ein Zell-Chip für zellbasierte Antikörpernachweise sowie ein Chip zum Nachweis von Antigenen.
Für ihr Produkt zur Autoimmundiagnostik von Erkrankungen des Nervensystems erhielten der Diagnostikahersteller GA Generic Assays GmbH aus Dahlewitz und die Attomol GmbH in Lipten zusammen mit der Hochschule Lausitz (FH) 2005 den Technologietransfer-Preis des Landes Brandenburg. Das Produkt „Anti-Gangliosid Dot“ wird seither erfolgreich vermarktet.
Entstanden ist das Verbundprojekt BioResponse aus dem multidisziplinären, deutschlandweit ausgerichteten Netzwerk Präsymptomatische Tumordiagnostik (PTD), das 1998 an der Hochschule Lausitz (FH) gegründet wurde. Der Verbund wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als „innovativer regionaler Wachstumskern“ gefördert. Die Wertschöpfungen aus den Entwicklungen des Netzwerks sollen der Region Niederlausitz zu einem neuen wirtschaftlichen Profil, zu Arbeitsplätzen und weiteren Wachstumsmöglichkeiten verhelfen.
Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten werden durch die Unternehmen des Netzwerks selbst vermarktet. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern angestrebt, um das gesamte Potenzial der neuen Technologien ausschöpfen zu können.