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Beteiligte Institutionen

Technologietransferstelle:

Technische Fachhochschule Wildau
Telefon: 03375 / 508 125
Bahnhofstrasse
15745 Wildau

www.tfh-wildau.de/twzev

ixellence mit Telematiksoftware ixMAT im Test

ixellence mit Telematiksoftware ixMAT im Test

Das junge Start-up-Unternehmen ixellence entstand im Jahr 2004 aus dem Telematikstudiengang der Technischen Hochschule Wildau (FH) heraus. Geschäftsführerin Miriam Selz hatte im Rahmen einer Bachelorarbeit ein mobiles Warenausgangssystem entwickelt. Dieser Prototyp sollte nun durch die neu gegründete Firma weiterentwickelt und vermarktet werden. ixellence hat sich auf die Entwicklung von Telematikssoftware und -systemen in den Bereichen Logistik, Medizin, mobile Computing und Bildverarbeitung spezialisiert. Die Transferstelle der Technischen Hochschule Wildau (FH) unterstützte die ixellence maßgeblich bei der Firmengründung und ist in der Öffentlichkeitsarbeit durch gemeinsame Messeauftritte und bei der Rekrutierung von Mitarbeitern der Hochschule für einzelne Projekte behilflich.

Die Ausgründung zeigt bereits erste Erfolge. Die Firma GEMTEC in Niederlehme als Ingenieurbüro für sicherheitstechnische Anlagen, Automatisierungstechnik und Schaltschrankbau suchte ein umfassendes Warenwirtschaftssystem, das alle Unternehmensbereiche einschloss. GEMTEC wandte sich an die Transferstelle, die den Erstkontakt zu ixellence herstellte.

So entstand das 2006 begonnene Projekt TimeCollect, als dessen Teil die mobile Software ixMAT entwickelt wurde. Das System zur projektbezogenen Zeit- und Materialerfassung wurde in enger Zusammenarbeit zwischen ixellence, dem Telematikinstitut für Software Engineering und der GEMTEC entwickelt und getestet.

Dabei übernahm das Telematikinstitut die Entwicklung der Anwendung zur mobilen Datenerfassung mit dem Funktelefon, während sich ixellence um die serverseitige Anbindung, wie die interne Zeiterfassung mit RFID-Terminals, Datenbankanbindung oder die Datenübertragung kümmerte. Es wurde bereits ein Prototyp erstellt, den GEMTEC jetzt testet. Nach ihrer Testphase wird die mobile Lösung so angepasst, dass sie für unterschiedliche Branchen nutzbar und dafür von ixellence vermarktet wird.

ixMAT macht das Handy zu einem Scanner, ohne dass zusätzliche Hardware benötigt wird. Die Software erfasst den Data-Matrix Code, eine neue Version des bekannten Strichcodes, mit der Fotokamera des Funktelefons und wertet diesen aus. Automatisch wird das Bild des Codes erkannt und mit Hilfe einer eigens entwickelten Bildverarbeitung sofort für den Anwender lesbar decodiert. Diese schlanken Textdateien können nun über Funk versendet werden. In Handwerks- oder Ingenieurbüros zum Beispiel können so Fahr- und Arbeitszeiten, verwendetes Material und Produkte projektbezogen und bequem mobil mit ixMAT erfasst und sofort an die Zentrale geschickt werden. Gerade bei auswärts arbeitenden Mitarbeitern, aber auch unternehmensweit können einfach und bedienerfreundlich die gesamten Arbeits- und Fahrzeiten sowie das gelieferte und das verarbeitete Material aufgenommen, also der gesamte Arbeitstag protokolliert werden. Alle Zeiten und Daten werden automatisch den Projekten in den bestehenden Kalkulations- und Buchhaltungssystemen zugeordnet. Dadurch wird keine Zeit mehr für das Ausfüllen von Stundenzetteln oder für den manuellen Übertrag in die bestehende Software vergeudet. Der Kunde erhält eine minutengenaue Abrechnung der Fahr- und Servicezeiten. Die tatsächlichen Kosten der Projekte sowie die individuell verwendeten Materialien (Chargenverfolgung) sind auf Knopfdruck abrufbar. ixMAT kann vielfältig überall dort angewendet werden, wo Informationen über ein bestimmtes Produkt mobil verfügbar gemacht werden sollen: beispielweise in Bibliotheken zur Inventarisierung des Bestandes und beim Auffinden vermisster Medien, zur Identifikation von Objekten wie Fahrzeugen, Behältern oder Bekleidung in Logistik, Industrie und Müllentsorgung oder im Handel sowie in serviceorientierten Telekommunikations- und IT-Unternehmen.